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Copyright (c) 2010
Kirsten van Vuuren

Durban

Durban

 

 

 

 

...früher Port Natal genannt, ist eine Grossstadt und liegt am Indischen Ozean an der Ostküste von Südafrika. Die Volkszählung in 2001 ergab über 3.1 Mio. Einwohner. Somit ist Durban die grösste Stadt der Provinz KwaZulu-Natal. Nach Johannesburg ist Durban die zweitgrösste Stadt von Südafrika.

Mit dem groessten Hafen Afrika ist Durban eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt. Die Strände und das subtropische Klima vordern vielfach zu Urlaubsbesuchen auf.

Im Westen von Durban liegen die ‘Drakensberge’. Die Gipfel haben etwa 3.000 Meter Höhe.

Das Hinterland besteht überwiegend aus Savanne. Währenddessen herrscht an der Küste ein feuchtes und subtropisches Klima. Der warme Wasserstrom des ‘Agulhas-Stromes’ beeinflusst das Klima von Durban. Dieser Strom verläuft von Mozambique den Süden entlang.

Felszeichnungen in Höhlen stellen die ältesten Spuren von Menschen in der Region dar. Man schätzt, dass diese in etwa bis auf das Jahr 100.000 v. Chr. zurückgehen. Die Bantu, die aus dem Norden kamen, haben vom 2. Jahrtausend v. Chr. die Region besiedelt und somit die ursprünglichen Einwohner vertrieben. Bis zur Zeit der Landung des Portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama ist wenig bekannt.

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Am 25. Dezember 1497 entdeckte Vasco da Gama die Bucht. Da Gama war auf seiner ersten Indienreise unterwegs. Es galt einen Seeweg von Europa nach Indien zu finden. Vasco da Gama benannte den Ort nach dem Entdeckungstag: ‘Rio de Natal’ = ‘Weihnachtsfluss’. Er ging davon aus, dass es sich bei der Bucht um eine Flussmündung handelte; was ein Irrtum war. Zum späteren Zeitpunkt wurde dann ‘Port Natal’ daraus.

Port Natal bietete Schiffbrüchigen, Sklavenhändlern und Kaufleuten für circa 300 Jahre ein Zufluchtsort. Britische Siedler gründeten 1823 unter der Führung von Henry Fynn eine permanente Siedlung. 1835 erhielt ‘Durban’ ihren Namen zu Ehren des damaligen Gouverneurs Benjamin d’Urban.

Voortrekker, burische Siedler überquerten 1838 auf ihrem ‘grossen Treck’ die Drakensberge und gründeten Pietermaritzburg. Pietermaritzburg liegt etwa 80 Kilometer nordwestlich von Durban. Pieter Retief, Anführer der Buren wollte mit dem Zulu-Koenig Dingane über da Abtreten von Zulu-Gebieten verhandeln. Dingane liess Pieter Retief und seine Delegation er-morden. 1828 war Dingane seinem Halbbruder ‘Shaka’ auf den Thron gefolgt. Shaka hatte ein gutes Verhältnis zu den weissen Siedlern. Dingane dagegen war feindlich und aggressiv den Weissen gegenüber eingestellt. Mit dem Tode von Pieter Retief kam es zu blutigen Kämpfen zwischen den Buren und den Zulus. Der Sieg erfolgte für die Buren in der ‘Schlacht am Blood River’.

1842 folgten mehrfache Kaempfe zwischen Buren und Briten. Die Buren besiegten die Briten in der Schlacht von ‘Congella’. Mit dem Sieg besetzten die Buren Durban für kurze Zeit und belagerten das dortige britische Fort. Die Vertreibung erfolgte jedoch mit der britischen Verstärkung, die auf dem Seeweg eintraf. Die Briten annektierten 1843 endgültig die Region, die zu einem Teil der Kapkolonie wurde. 1856 erhielt die Region den Status der eigenständigen Kolonie.

Durban gewann mit dem Kolonialstatus immer mehr Wichtigkeit eines Hafen- und Handelsplatzes. Die Briten brachten 1860 Tausende Indische Landarbeiter nach Natal. Dies hatten einen deutlichen Einfluss auf Durban. Mahatma Gandhi arbeitete für längere Zeit als Anwalt in Durban. Sein Aufenthalt in Südafrika war von 1893 bis 1915.

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Industrie, Handel, Logistik, Finanz- und Regierungsinstitutionen sowie Tourismus bilden das Stadtbild von Durban und Umgebung. Die Küstenlage sowie der Hafen verschaffen Durban einen Vorteil im Vergleich zu anderen Ballungsgebieten in Südafrika. Grundlage für einen ausgeprägten Tourismus sind das angenehme und milde Klima, die warme Meeresströmung sowie die Drakensberge, die im Hinterland liegen.
Als wichtigster Wirtschaftsstandort in KwaZulu-Natal dient Durban. Durban ist im nationalen Vergleich, nach Gauteng, das zweitgrösste industrielle Zentrum. Wirtschaftliche, wichtige Verbindungen bestehen im Norden nach Richards Bay und Maputo; im Westen nach Pietermaritzburg und Johannesburg.
Als wichtigster Industriezweig zählt die Zuckerverarbeitung. Zusätzlich finden sich Schiffswerften, Erdölraffinerien, Automobilindustrie, chemische sowie Papier-, Nahrungsmittel- und Textilindustrie vor. Mangan sowie andere Erze, Kohle, Zucker und Mais zählen zu den Hauptexport. Schafe, anderes Vieh, Zitrusfrüchte, Mais, Baumwolle, Bananen und Ananas sowie Zuckerrohranbau stellen einen grossen Bestandteil der Landwirtschaft dar.

Die steigende Kriminalität beeinflusst sehr viele Bereiche negative; vor allem den Tourismus. Trotz einer wachsenden Anzahl an sogenannten Mikroarbeitsplätzen hat Durban eine hohe Arbeitslosenrate.

Von 2007 an wurde der neue Flughafen ‘King Shaka International Airport’ noerdlich von Durban gebaut. Die Inbetriebnahme erfolgte am 01. Mai 2010.

Durban besitzt eine lange Tradition als Hafenstadt. Zwischen Maputo und Port Elizabeth ist der Hafen von Durban einer der wenigen natürlichen Häfen an der Küste. Der Hafen von Durban erwirtschaftet den am grössten Umsatz in Südafrika. Auch ist der Hafen der grösste Containerhafen der südlichen Hemisphäre. Der Hafen dient ebenso als Umschlagsplatz fuer Produkte, die mit Lastwagen und Zug aus Johannesburg antransportiert werden. Mit dem Ende des Bürgerkrieges in Mozambique (1990) stellt der Hafen von Maputo eine Alternative für die Industrie im Inland dar. Zwischen den Häfen Durban und Maputo herrscht eine intensive Rivalität. Salisbury Island ist ein Teil des Hafens von Durban; ist ein militärischer Stützpunkt der Südafrikanischen Marine.

Die N2 (Autobahn) verbindet Durban mit East London und Port Elizabeth im Sueden sowie Richards Bay im Norden. Die N3 führt Richtung Pietermaritzburg und Johannesburg. Es existiert ein Netzwerk von Motorways. Langstreckenbusse bieten ebenso Verbindungen im Land an.

Durban ist der Sitz der ‘University of KwaZulu-Natal’. 2004, durch die Zusammenlegung der beiden grössten Bildungseinrichtungen von KwaZulu-Natal entstand die Universität. Trotz des breiten Bildungsangebotes haben circa 10% der Bevölkerung keine oder nur marginale Schulbildung.

In Durban werden Sie eine breite Palette an kulturellen Angeboten, Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten finden. Bars und Restaurants konzentrieren sich an der Beachfront oder Golden Mile. Wer Surfen, Wellenreiten, Kitesurfen oder Bodyboard machen möchte, der ist hier gut aufgehoben. Die Strände sind wegen der Hai-Gefahr mit Hai-Netzen versehen. Weitere Angebote sind: Gateway-Einkaufzentrum, Shaka Marine World und Umhlanga Rocks.

Der botanische Garten von Durban umfasst 20 Hektar. Er diente britischen Kolonialisten als Versuchsanstalt für den Import von Wirtschaftspflanzen. In dem Garten werden sie Pflanzen aus aller Welt finden.

  • Bat-Centre: Am Hafen gelegen; ist eine ehemalige Lagerhalle, die mit Geldern der UNESCO zum Kulturzentrum umgebaut worden ist. Im Obergeschoss befindet sich der Trans-African-Express - ein Kulturrestaurant. Auf der Speisekarte können Sie aus diversen Gerichten von ganz Afrika wählen. Im hinteren Hausbereich befinden sich verschiedene Ausstellungs- und Verkaufsateliers moderner afrikanischer Kunsthandwerker.
  • Natural Science Museum in der Town Hall: Hier finden Sie eine beachtliche naturkundliche Sammlung vor. Es befindet sich dort auch die Art Gallery mit zeitgenössischer Südafrikanischer Kunst
  • Local History Museum: Hier werden Stücke aus der Frühzeit Natals und Zululand gezeigt.
  • KwaMhule Museum: Hier wird die Rassentrennung der Apartheid sowie die Zulu-Kultur dargestellt.

...um nur einen kleinen Teil von vielen Museen zu benennen.

 

 

 

 

 

Für die Fussballweltmeisterschaft 2010 steht das Stadium: Moses Mabhida Stadium (King-Senzangakhona-Stadion) zur Verfügung.

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